Ein Pflegefall tritt meist plötzlich ein und verändert das Leben des Pflegebedürftigen und der Angehörigen. Die meisten Menschen möchten in dieser Situation in der vertrauten Umgebung bleiben und die Pflege, Betreuung und Sorge mit Hilfe der familiären Strukturen organisieren. So überrascht es nicht, dass gut drei Viertel (76 % oder 2,59 Millionen) der 3,41 Millionen pflegebedürftigen Menschen zu Hause gepflegt werden. Davon wurden 1,76 Millionen Pflegebedürftige ausschließlich durch Angehörige gepflegt (Quelle: Pflegestatistik 2017 – Deutschlandergebnisse, Statistisches Bundesamt).

Menschen, die sich dazu entscheiden, einen nahestehenden Menschen zu Hause zu pflegen, steht ein breites Spektrum an Unterstützungs- und Beratungsangebote zur Verfügung:

  • Finanzielle Unterstützung in Form von Pflegegeld
  • Professionelle Unterstützung durch Pflegekurse, die praktische Einweisungen und Informationen für die Pflege zu Hause, Beratung und Unterstützung sowie die Vernetzung mit anderen pflegenden Angehörigen ermöglichen. Pflegekassen und Verbände bieten entsprechende unentgeltliche Pflegekurse an.
  • Eine Auswahl:
    – Online-Pflegekurse der AOK finden Sie hier
    – Pflegeberater bei Ihnen vor Ort finden Sie über die Datenbank des Deutschen Roten Kreuzes hier
    – „Pflegebedürftig – und nun?“ der Barmer finden Sie hier
    – Nähere Informationen zu den 43 Pflegestützpunkten in Baden-Württemberg, die kompetent, unabhängig und individuell Betroffene und Angehörige beraten finden Sie hier