Im Dezember 2017 lag die Zahl der pflegebedürftigen Menschen im Sinne der Pflegeversicherung bei 3,41 Millionen Menschen (Quelle: Statistisches Bundesamt, Destatis, 2018). Gut drei Viertel aller Pflegebedürftigen wurden zu Hause versorgt, oft ist dies der Wunsch des pflegebedürftigen Menschen bzw. der Angehörigen selbst, die eine Pflege und Betreuung im häuslichen Umfeld möglich machen möchten. Teilweise wird die vollstationäre Pflege jedoch auch aus finanziellen Gründen nicht in Anspruch genommen.

Unterschiedliche Gründe können die häusliche Pflege nicht möglich machen: die räumlichen Möglichkeiten sind nicht gegeben, die Pflege ist mit der eigenen Berufstätigkeit oder Familie nicht vereinbar oder die Angehörigen möchten die Pflege des Betroffenen nicht selbst übernehmen.

Laut Statistischem Bundesamt wurden bis Ende 2017 knapp ein Viertel bzw. 0,82 Millionen aller Pflegebedürftiger in Pflegeheimen vollstationär betreut. Die Kosten für Pflege und Unterbringung in einem Pflegeheim übersteigen die Leistungen der Pflegekasse um ein Vielfaches, dies kann für Pflegebedürftige und eventuell für die Angehörigen zu einer großen finanziellen Belastung werden. Ein Pflegeheimplatz in Deutschland kostet monatlich im Durchschnitt 3.000 Euro, die Eigenleistungen, die Bewohner in stationären Pflegeheimen in Baden-Württemberg monatlich bezahlen mussten liegen bei knapp 2.100 Euro (Quelle: Verband der Ersatzkassen e.V. (vdeK), 2019). Hier greift das Angehörigen-Entlastungsgesetz, das ab Januar 2020 unterhaltsverpflichtete Angehörige entlastet.

Weitere Informationen zu den Kosten im Pflegeheim und möglichen Unterstützungsleistungen hat der BIVA-Pflegeschutzbund hier zusammengefasst.