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Daten und Fakten2018-04-27T11:30:00+00:00

Daten und Fakten zum Thema Angehörigenpflege

Zum Hintergrund

  • Die Anzahl der Pflegebedürftigen wird stetig ansteigen.
    Statistiken gehen bis zum Jahr 2050 von einer Zunahme der Pflegebedürftigen auf ca. 4,5 Mio. Pflegebedürftige aus.
  • Die Hauptlast der Pflege liegt nach wie vor bei den Angehörigen und wird nahezu ausschließlich von Frauen bewältigt.
    64 % der Pflegebedürftigen werden zu Hause gepflegt, durch Pflegedienste oder in den meisten Fällen ausschließlich durch Angehörige.
  • Neben Angehörigen mit Pflegestufe, ab 2017 Pflegegrade, benötigen auch Pflegebedürftige ohne Einstufung Unterstützung durch ihre Angehörigen.
    Laut ZQP Report 2016 sind aktuell 2,7 Mio. Menschen in Pflegestufen, weitere 7,9 Mio. Menschen haben erhebliche Einschränkungen noch ohne Einstufung.
  • Die durchschnittliche Pflegedauer liegt zwischen 7 und 14 Jahren, damit geht eine enorme physische und psychische Belastung einher.
  • Schon heute ist jeder 10. Arbeitnehmer von der Pflege naher Angehöriger betroffen, Tendenz steigend in Anbetracht der Zunahme des Durchschnittsalters der Beschäftigten. Ein Großteil der Pflegenden versorgen gleichzeitig Kinder im Haushalt. Laut ZQP Report 2016 sind 64 % der pflegenden Angehörigen mit eigenem Haushalt erwerbstätig.
  • Pflegende Beschäftigte bleiben zumeist berufstätig, viele müssen jedoch ihre Erwerbstätigkeit einschränken.
    Etwa ein Viertel der Personen, die zu Beginn der Pflegeübernahme erwerbstätig waren, geben ihre Erwerbstätigkeit zu Gunsten der Pflege auf, etwa ein Viertel schränken sie ein.
  • Es sind vor allem Frauen, die wegen einer Pflege ihre Erwerbstätigkeit aufgeben, auf eine Rückkehr in den Beruf verzichten oder aber auf unterwertige (häufig geringfügige) Teilzeitstellen ausweichen bzw. versetzt werden.
  • Zunehmend mehr berufstätige Männer sind an der Pflege von Angehörigen beteiligt, vor allem in ihren Rollen als Söhne oder (Ehe-)Partner. Lag der Anteil pflegender Männer 1991 noch bei 17 Prozent, liegt er heute bereits bei ca. 30 Prozent – Tendenz steigend, so das BMFSFJ.
  • Die gesundheitliche Belastung von pflegebedürften Angehörigen nimmt zu.
    Von den erwerbstätigen Pflegenden fühlen sich 80 % erschöpft (psychisch und physisch), ca. 33 % von allen pflegenden Angehörigen erkranken selbst, so der ZQP Report 2016.
  • In Deutschland sind etwa 230.000 Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren teilweise oder hauptverantwortlich in die Pflege von Angehörigen eingebunden.
    Der ZQP-Report „Junge Pflegende“ zeigt, dass die überwiegende Mehrheit von ihnen (90 Prozent) mehrmals die Woche, ein Drittel (33 Prozent) sogar täglich pflegt.
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