Übergangspflege für Menschen ohne Pflegegrad

Die Übergangspflege richtet sich an Menschen, die für einen bestimmten Zeitraum einen erhöhten Unterstützungsbedarf aufweisen, ohne dass eine Pflegebedürftigkeit im Sinne der Pflegeversicherung vorliegt. Dies kann zum Beispiel nach einer Operation oder aufgrund einer akuten Verschlimmerung einer Erkrankung der Fall sein. Versicherte erhalten die erforderliche Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung.

Der Anspruch auf Übergangspflege für Menschen ohne Pflegegrad kann bis zu vier Wochen je Krankheitsfall bestehen und von der Krankenkasse in begründeten Fällen verlängert werden. Befinden sich Kinder, die bei Beginn der Leistung jünger als zwölf Jahre alt sind, oder Kinder mit Behinderung im Haushalt, kann der Anspruch auf Haushaltshilfe verlängert werden.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, eine Kurzzeitpflege in einer geeigneten Einrichtung in Anspruch zu nehmen. Dies ist für bis zu acht Wochen je Kalenderjahr möglich. Die Krankenkasse beteiligt sich an den Kosten für Pflege und Betreuung mit bis zu 1.612 Euro jährlich.

Menschen ohne Pflegegrad haben außerdem unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Zuschüsse zu wohnumfeldverbessernden Maßnahmen. Lebt eine anspruchsberechtigte Person im Haushalt, können 4.000 Euro je Maßnahme geltend gemacht werden, um das Wohnumfeld an die besonderen Anforderungen anzupassen.


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