Der unabhängige Beirat für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf wurde 2015 durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eingesetzt und legte nun nach vier Jahren Arbeit den ersten Bericht vor.

Der Beirat beschäftigte sich vor allem mit der Frage, welche gesetzlichen Rahmenbedingungen notwendig sind, um pflegenden Beschäftigten eine gute bzw. bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zu ermöglichen.

Die zentralen Ergebnisse des Beirats wurden in Form von Handlungsempfehlungen formuliert.

Der Beirat fordert unter anderem:

  1. Eine steuerfinanzierte Lohnersatzleistung für pflegende Angehörige für bis zu 36 Monate (analog zum Elterngeld).
  2. Die Erhöhung der teilweisen Freistellung (Familien-/Pflegezeitgesetz) auf 36 Monate – diese kann von jeder beschäftigten Person einmalig genutzt werden, um einen pflegebedürftigen nahen Angehörigen zu pflegen.
  3. Eine Erweiterung der Regelung zur kurzzeitigen Arbeitsverhinderung und der entsprechenden Lohnersatzleistung (Pflegeunterstützungsgeld) auf bis zu zehn Arbeitstage pro Jahr.

Den gesamten Bericht des Beirats können Sie hier herunterladen, weitere Informationen zum unabhängigen Beirat für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf finden Sie hier.